Realisierungswettbewerb "Umbau Bahnhofsgebäude Löhne zu einem "Dritten Ort"


Bewerbungsfrist bis einschließlich 21.10.2021


Ergebnis der Losziehung am 28.10.2021

Geloste Teilnehmer/innen, Orte alphabetisch (von 212 Bewerbungen)
  1. Seitz Architektur, Aschaffenburg
  2. Pasztori Simons Architekten PartmbB, Berlin
  3. Enno Schneider Architekten I Prof. Dr. Schneider + Co. GmbH, Berlin
  4. Ackermann + Renner Architekten GmbH, Berlin
  5. schoper.schoper | Atelier für Architektur, Dresden
  6. pressel & müller architekten GbR, Frankfurt am Main
  7. studiomauer GbR, Hannover
  8. XAI Bauplanung GmbH, Hannover
  9. Zymara Loitzenbauer Giesecke Architekten BDA, Hannover
  10. Studio ELE, Köln
  11. Prolog GmbH - Büro für Architekturprojekte, Leipzig
  12. Jan Kallert Architekten, Münster
  13. Ina Ketterer, Freie Architektin und Stadtplanerin, Stuttgart


Nachrücker/innen in dieser Reihenfolge

N 1. joachimharms architekten, Berlin
N 2. Ludescher von Spreckelsen Architekturbüro, Berlin
N 3. SCHLATTMEIER ARCHITEKTEN | Schlattmeier Planungs GmbH & Co. KG, Herford
N 4. STUDIO HOCINI ARCHITEKTEN, Bielefeld
N 5. Link Architekten, Walldürn
N 6. Harms + Schubert | Freie Architekten PartG mbB, Dresden
N 7. Medine Altiok Architektur, Aachen


Die Ausloberin
Ausloberin ist die Stadt Löhne, vertreten durch Gerald Blome, Amt für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz.
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Das Wettbewerbsmanagement
erfolgt durch das Büro
Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB
Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld
Telefon (05205) 7298­19
thomas.geppert@dhp-sennestadt.de
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Anlass und Ziel des Wettbewerbs
Die Stadt Löhne, 1969 gegründet, ist ein Mittelzentrum in Ostwestfalen im Bundesland NRW. Mit rund 40.000 Einwohnern ist sie die nach Einwohnern drittgrößte Kommune im Kreis Herford. Löhne ist bedeutender Standort der Möbelindustrie. Der Eisenbahnkreuzungspunkt Löhne ist von Mitte des 19. Jahrhunderts über 100 Jahre eine überregional bedeutende Drehscheibe für Personen- und Güterverkehr und ist bis heute Impuls für die Entwicklung der Stadt Löhne gewesen. Die gesamte Bahnanlage umfasste 19 Gleise, zwischen 1913 und 1917 entstanden ein großer Verschiebebahnhof und ein neues Bahnhofsgebäude. Einzug in die Weltliteratur erhielt der Bahnhof Löhne durch den Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ und der Aussage „Löhne umsteigen“.

Ziel dieses Wettbewerbes ist der Umbau des Bahnhofsgebäudes zu einem sogenannten Dritten Ort mit den Elementen Bücherei, Veranstaltungs- und Aufenthaltsflächen, Gastronomie. Das denkmalgeschützte, markante Bahnhofsgebäude befand sich seit 2013 in Privateigentum. Das Gebäude befindet sich seit Januar 2020 in städtischer Hand.
Für die Stadtentwicklung Löhnes war, ist und bleibt der Bahnhof von zentraler Bedeutung und soll in Zukunft wieder mehrere Funktionen erfüllen.

Seit 2013 hat sich in Löhne aus einer Bürgerinitiative der Verein Löhne umsteigen e.V. gegründet, der sich die Wiederbelebung und Weiterentwicklung des Bahnhofs zum Ziel gesetzt hat. Ziel von Stadt und Verein ist es, den Bahnhof zu einem sog. Dritten Ort zu entwickeln (ca. 1.650 m² Nutzungsfläche). Wesentliche Inhalte des Nutzungskonzeptes sind die Verlegung der bisherigen Stadtbücherei, Einrichten von Bistro, Café, Dienstleistungsnutzungen, Aufenthaltsräumen und Veranstaltungsnutzungen bei gleichzeitigem Zugang zu den Bahngleisen. Hierbei werden multifunktionale Flächen (Bücherei – Veranstaltungen) notwendig sein. Als flankierende Nutzung ist zukünftig die Einrichtung einer Mobilstation am Bahnhof durch die Stadt Löhne vorgesehen.

Der Verein „Löhne umsteigen. Der Bahnhof e.V.“ hat sich in Abstimmung mit der Stadt Löhne 2019 erfolgreich im Rahmen des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des
Landes NRW beworben und führt im Rahmen der Umsetzungsphase bis ca. 2023 einen provisorischen Testbetrieb für die Kernfunktionen des Dritten Ortes in Teilen des Erdgeschosses des Gebäudes durch. Die Stadt Löhne ist Klimaschutzkommune und seit 2013 mit dem European Energy Award (eea) zertifiziert. Auf die zukünftige gebäudetechnische Ausrüstung des Bahnhofsgebäudes wird ein besonderer Wert im Hinblick auf die Umsetzung gelegt.

Ziel des Wettbewerbes ist es, über alternative und optimierte Konzepte, die den unterschiedlichen Anforderungen in gleicher Weise gerecht werden, eine geeignete Auftragnehmerin/einen geeigneten Auftragnehmer (Architekt/in / Innenarchitekt/in) für die weiteren Planungsleistungen zu finden.
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Anforderungen an die Wettbewerbsteilnahme
Teilnahmeberechtigt sind:
• Architekt/in oder
• Architekt/in in möglicher Zusammenarbeit mit Innenarchitekt/in bzw. Innenarchitekt/in in möglicher Zusammenarbeit mit Architekt/ in oder
• Innenarchitekt/in mit uneingeschränkter Bauvorlageberechtigung (gem. § 67 BauO NRW 2018).
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Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die am Tage der Auslobung:
• zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in / Innenarchitekt/in berechtigt und Mitglied einer Architektenkammer in Deutschland sind;
• die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in / Innenarchitekt/in nach § 2 BauKaG NW (auswärtige/r Architekt/in / Innenarchitekt/in) und Geschäftssitz / Wohnsitz in einem Mitgliedstaat des EWR, der Schweiz oder im Vereinigten Königreich (UK) haben oder
• zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in / Innenarchitekt/in nach dem Recht des jeweiligen Heimatstaates berechtigt und im Zulassungsbereich ansässig sind; ist die Berufsbezeichnung dort gesetzlich nicht geregelt, bestimmen sich die fachlichen Anforderungen nach der einschlägigen EU-Richtlinie.

Teilnahmeberechtigt sind juristische Personen, die am Tage der Auslobung:
• ihren Geschäftssitz im Zulassungsbereich haben und
• einen satzungsgemäßen Geschäftszweck haben, zu dem der Wettbewerbsaufgabe entsprechende Planungsleistungen gehören und
• einen bevollmächtigten Vertreter/in der Gesellschaft und eine/n Verfasser/in der Wettbewerbsarbeit haben, die die fachlichen Anforderungen, die an natürliche Personen gestellt sind, erfüllen.
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Es ist beabsichtigt, eine Generalplanervergabe durchzuführen. Dies bedeutet, dass die an der nachwettbewerblichen VgV-Zuschlagsverhandlung beteiligten Preisträger/innen des Wettbewerbs entsprechende Planungsteams (Tragwerk, Technischer Ausbau (HLS, Elektro), Brandschutz) zusammenstellen und vorstellen müssen.

Wer am Tage der Auslobung bei einer Teilnehmerin/einem Teilnehmer angestellt ist oder in anderer Form als Mitarbeiter/in an deren / dessen Wettbewerbsarbeit teilnimmt, ist von der eigenen Teilnahme ausgeschlossen. Bei Bewerbergemeinschaften muss jedes Mitglied
teilnahmeberechtigt sein; dies gilt auch bei der Beteiligung freier Mitarbeiter/innen.
Mitglieder von Bewerbergemeinschaften sowie Mitarbeiter/innen, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur
Folge.

Wettbewerbsverfahren / Auswahl der Teilnehmer/innen
Der Wettbewerb wird als nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt. Der Wettbewerb wird in deutscher Sprache durchgeführt.
Von der Ausloberin wird eine Teilnehmer/innenzahl von 20 angestrebt, davon werden 7 Büros gesetzt, 13 Teilnehmer/innen werden durch ein anonymes Losverfahren ausgewählt.

Die Bekanntmachung des Wettbewerbs wird am 17.09.2021 auf elektronischem Weg an das Amt für öffentliche Bekanntmachung der EU versandt. Die Bewerbung um Teilnahme ist vom 21.09.2021 einschließlich 21.10.2021 ausschließlich über die Homepage des Betreuungsbüros – Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB – möglich:
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Siehe Button „Bewerbung zur Teilnahme“
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Zum Nachweis der Teilnahmeberechtigung sind zu nennen:
• Name der Bewerberin/des Bewerbers (bei Büropartner/innen reicht ein Name für die Bewerbung), bei Bewerbergemeinschaften den Namen jedes Mitgliedes; die nachträgliche Bildung von Bewerbergemeinschaften mit am Bewerbungsverfahren Beteiligten ist ausgeschlossen,
• Eintragung in die jeweilige Kammerliste mit Nummer und Datum (tt.mm.jjjj) der Eintragung
• Angaben der Büroadresse inkl. Telefon / E­Mail.

Arbeitsgemeinschaften sind nicht ausgeschlossen.
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Mit der Bewerbung versichert die Bewerberin/der Bewerber, dass sich kein weiteres Mitglied der Bürogemeinschaft (Partner/in oder Angestellte/r) oder ein anderes Mitglied der Bewerbergemeinschaft bewirbt und dass die Bewerberin/der Bewerber akzeptiert, dass Verstöße hiergegen zum nachträglichen Ausschluss der Bewerberin/des Bewerbers bzw. der Bewerbergemeinschaft und ggf. ihrer/seiner Arbeit führen.

13 Teilnehmer/innen werden im anschließenden Losverfahren im Beisein eines Rechtsvertretenden der Ausloberin aus den Bewerbungen ausgelost und kurzfristig benachrichtigt, um die Teilnahme zu bestätigen.
Die gelosten Teilnehmerbüros werden auf der Homepage des Wettbewerbsbetreuers (www.dhp­sennestadt.de) bekannt gegeben. Die übrigen Teilnehmer/innen erhalten eine Absage per E­Mail.
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Termine
21.09. - 21.10.2021 Bewerbungsfrist
28.10.2021 Losziehung
KW 45 Versand der Unterlagen
24.11.2021 Rückfragenfrist
08.12.2021 Kolloquium
14.02.2022 Abgabe Planunterlagen
07.04.2022 Preisgericht
29.04.2022 Ausstellungseröffnung
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Preisgericht
Stimmberechtigtes Preisgericht
1. Bernd Poggemöller, Bürgermeister, Löhne
2. Günter Willig, Vorsitzender „Löhne umsteigen. Der Bahnhof e.V.“, Löhne
3. Prof. Sabine Keggenhoff, Architektin / Innenarchitektin, Arnsberg
4. Martin Müller, Innenarchitekt, Gelsenkirchen-Buer
5. Gunnar Ramsfjell, Architekt, Dortmund

Stellvertretendes Preisgericht
6. Ulrich Niemeyer, Dezernent für Bauen, Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung u. Allg. Vertreter des Bürgermeisters, Löhne
7. Irene Esser, Stellv. Vorsitzende „Löhne umsteigen. Der Bahnhof e.V.“, Löhne
8. Wolfgang Böhm, SPD, Löhne
9. Borzoo Afshar, CDU, Löhne
10. Jörg Prätorius, Bündnis 90/Die Grünen, Löhne
11. Dr. Hermann Ottensmeier, LBA (Löhner Bürger-Allianz), Löhne
12. Ulrich Adler, Die Linke, Löhne
13. Sascha Remke, Innenarchitekt, Barsinghausen
14. Bert Tilicke, Architekt, Bad Oeynhausen
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Prämierung
Für Preise und Anerkennungen stellt die Ausloberin als Wettbewerbssumme einen Gesamtbetrag für den Realisierungswettbewerb in Höhe von 66.000,00 € zur Verfügung.
Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer 19 %) ist in den genannten Beträgen enthalten.

1. Preis 20.000,00 €
2. Preis 15.000,00 €
3. Preis 13.000,00 €
4. Preis 9.000,00 €
Anerkennungen 9.000,00 € (z.B. 2 x 4.500,00 €)

Dem Preisgericht bleibt bei einstimmigem Beschluss eine andere Verteilung der Wettbe-werbssumme vorbehalten.
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Weitere Bearbeitung der Aufgabe
Die Ausloberin erklärt, dass sie der Gewinnerin/dem Gewinner oder einer der Preisträgerinnen/einem der Preisträger die weitere Bearbeitung der Aufgabe, zumindest die Leistungsphasen 2 bis 5 nach § 34 (3) HOAI 2021 übertragen wird, insbesondere
• soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll,
• soweit mindestens eine/r der teilnahmeberechtigten Wettbewerbsteilnehmer/innen, deren/dessen Wettbewerbsarbeit mit einem Preis ausgezeichnet wurde, eine einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistungen gewährleistet.

Es wird beabsichtigt, darüber hinaus die Leistungsphasen 6 bis 9 nach § 34 (3) HOAI 2021 zu beauftragen.

Es wird den teilnehmenden Büros empfohlen, Fachplanungen und Statik frühzeitig und umsetzungsorientiert mit einzubeziehen. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen der Preisträgerin/des Preisträgers bis
zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW (MHKBG) und die Bezirksregierung Detmold haben die Unterstützung des Projektes im Rahmen der Städtebauförderung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Löhne (ISEK) ab 2023 in Aussicht gestellt. Der Förderantrag soll seitens der Stadt Löhne im Sommer 2022 gestellt werden. Daher soll nach Ergebnis des Wettbewerbes zeitnah mit der weiteren Ausarbeitung und Ausführungsplanung begonnen werden.

Die Leistungsphase 1 gilt durch die Wettbewerbsauslobung als erledigt.

Es ist beabsichtigt, zunächst mit der Gewinnerin/dem Gewinner Vertragsgespräche zu führen. Falls diese nicht zu einem Ergebnis führen, werden die übrigen Preisträger/innen zu Verhandlungsgesprächen eingeladen.

Das Wettbewerbsergebnis fließt im Falle von Verhandlungsgesprächen mit den Preisträger/innen als ein Zuschlagskriterium mit 45 % in die Bewertung ein.

Die Wettbewerbsaufgabe wird nach HOAI 2021, Anlage 10.2 – Objektliste Gebäude – Kultur-/Sakralbauten (Bürger-, Gemeindezentren, Kultur-, Sakralbauten, Kirchen) und Infrastruktur (Bahnhöfe oder Stationen verschiedener öffentlicher Verkehrsmittel) – in die Honorarzone
IV Mittelsatz eingestuft.

Die Ausloberin legt besonderen Wert auf eine wirtschaftliche Planung hinsichtlich der Baukosten und der Folgekosten (Lebenszykluskosten).
Als Orientierung und Entwurfsgrundlage sind die ermittelten Baukosten (KG 300 und 400: ca. 6,1 Mio. € brutto zzgl. 30 % Umbauzuschlag) vorgegeben.

Die Nutzung der Wettbewerbsarbeit und das Recht der Veröffentlichung sind durch RPW § 8 (3) (Nutzung) geregelt.
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Datenschutzhinweis
Gemäß Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen mit, dass die von uns im Rahmen der Durchführung des Wettbewerbs erhobenen personenbezogenen Daten (Namen, Funktion, Ort) für folgende Zwecke verwendet werden:
- Weitergabe an die Auftraggeberin (u.a. Veröffentlichung auf deren Homepages),
- Weitergabe an die jeweilige Architektenkammer zur Registrierung des Verfahrens,
- Veröffentlichung im Rahmen von EU­Bekanntmachungen,
- Veröffentlichungen (Wettbewerbsankündigungen und ­ergebnisse) in Fachmedien und
- Veröffentlichungen (Wettbewerbsankündigungen und ­ergebnisse) auf der Homepage von Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB.

Weitere Daten werden ausschließlich zur internen Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen bzw. zur Kommunikation im Verfahren verwendet.

Download:

2021-09-21_Auslobung-Teil-A_Loehne-Bahnhof.pdf2021-09-21_Auslobung-Teil-A_Loehne-Bahnhof.pdf